14.07.2021

  • Ergebnis einer europaweiten Umfrage: Beschäftigte in „Schreibtischjobs“ messen Zukunftstechnologien und digitalen Megatrends höhere Relevanz für den eigenen Beruf bei als Beschäftigte außerhalb des Büros – etwa in Außendienst, Dienstleistung, Logistik oder Produktion.
  • Gleiches zeigt sich bei Einschätzung der Arbeitgeber*innen: Zukunftstechnologien scheinen vor allem relevant für Bürojobs in Querschnittsfunktionen des Unternehmens.
  • Ergebnis des Ländervergleichs: Italien, Polen und Spanien sind neuen Technologien gegenüber am aufgeschlossensten.

Göppingen, 14. Juli 2021 – Welche Relevanz haben Zukunftstechnologien wie das Internet der Dinge, Augmented Reality und künstliche Intelligenz für den eigenen Beruf? Eine Umfrage von YouGov im Auftrag von Handelsblatt Research Institute und TeamViewer zeigt: Die Einschätzung von Arbeitnehmer*innen variiert mit der jeweiligen Arbeitsplatzsituation. Beschäftigte in Bürojobs („Desk Workers“) erwarten, dass Zukunftstechnologien und digitale Megatrends eine hohe Relevanz für den eigenen Beruf haben werden. Beschäftigte in Jobs abseits des Schreibtisches – etwa in Außendienst, Dienstleistung, Logistik oder Produktion („Deskless Workers“) – sind seltener dieser Meinung.

„Deskless Workers“: Bei der Digitalisierung außen vor?

Für die Studie wurden rund 3.160 Desk Workers, 2.000 Deskless Workers und etwa 3.600 Manager*innen – stellvertretend für die Arbeitgeberseite – aus zehn europäischen Ländern befragt. Laut den Ergebnissen erwarten 71 Prozent der Desk Workers, dass digitale Kommunikationstechnologien und Kollaborationssoftware für ihren Beruf relevant werden. Bei den Deskless Workers vertreten nur 45 Prozent diese Meinung. Ähnlich groß ist der Unterschied bei Cyber Security (Desk Workers: 79%, Deskless Workers: 52%) und Cloud Computing (Desk Workers: 58%, Deskless Workers: 32%).

Bei eher visionären Themen wie künstlicher Intelligenz oder erweiterter Realität hingegen scheinen offenbar weder Desk Workers noch Deskless Workers ein klares Bild davon zu haben, wie diese Technologien und Megatrends den Arbeitsplatz der Zukunft prägen könnten (Bild 1).

Bild 1: Prozentualer Anteil der befragten Arbeitnehmer*innen, die die jeweilige Technologie als sehr/eher wichtig erachten.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den befragten Arbeitgeber*innen in Europa. Auch sie erwarten eine höhere Relevanz von Themen wie Cyber Security (73%) und Cloud Computing (58%) für Bürojobs in Querschnittsfunktionen des Unternehmens (Personalwesen, Buchhaltung, etc.) Für die Tätigkeiten der Deskless Workers in Logistik und Produktion werden diese Technologien und Megatrends dagegen als weniger relevant erachtet (Cyber Security 63%, Cloud Computing 51%). Die Arbeitgeber*innen scheinen jedoch bereits ein besseres Verständnis als die Arbeitnehmer*innen davon zu besitzen, welche Bedeutung Technologien wie künstliche Intelligenz und erweiterte Realität zukünftig haben werden (Bild 2).

Bild 2: Prozentualer Anteil der befragten Unternehmensentscheider*innen, die die jeweilige Technologie als sehr/eher wichtig erachten.

Georg Beyschlag, Executive Vice President Strategy & Corporate Development bei TeamViewer: „Die Umfrage zeigt, dass es in vielen Unternehmen noch keine genaue Vorstellung davon gibt, wie die Arbeitswelten jenseits der klassischen Bürojobs in die digitale Transformation eingebunden werden können. Dabei sind rund 80 Prozent aller weltweit Beschäftigten Teil dieser so genannten ‘deskless workforce’. Es ist für Unternehmen eine der großen Herausforderungen der Zukunft, diese Arbeitsplätze in digitale Prozesse einzubinden, damit auch diese Arbeitnehmer*innen von den Vorteilen der Digitalisierung profitieren können. Mit unseren Lösungen helfen wir Unternehmen aller Größen dabei, die Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette voranzubringen.“

Technologie ergänzt die Arbeit der Zukunft

Dass neue Technologien in Zukunft einen Großteil der Arbeitsaufgaben eigenständig übernehmen werden, befürchten nur 13 Prozent aller befragten Arbeitnehmer*innen. Mehr als ein Viertel der Beschäftigten (26%) erwartet allerdings, dass ihnen lästige Routineaufgaben oder gefährliche Tätigkeiten zukünftig durch neue Technologien abgenommen werden könnten. Noch optimistischer sind die Arbeitgeber*innen. Rund zwei Drittel (65%) erwarten, dass ihre Angestellten zukünftig von solchen Tätigkeiten entlastet werden (Bild 3).

Bild 3: Prozentualer Anteil der befragten Arbeitnehmer*innen und Unternehmensentscheider*innen, die der jeweiligen Aussage (eher) zustimmen.

EU-Vergleich: Italien, Polen und Spanien am offensten für neue Technologien

Im Ländervergleich messen Arbeitnehmer*innen in Italien, Polen und Spanien dem Einfluss von Zukunftstechnologien und digitalen Megatrends auf ihren Beruf tendenziell die höchste Bedeutung bei. Demgegenüber schätzen Arbeitnehmende und Arbeitgebende insbesondere in den EU-Kernländern Deutschland und Frankreich die Bedeutung digitaler Technologien und Megatrends für ihren Beruf bzw. ihr Unternehmen nur unterdurchschnittlich ein.

Über die Umfrage

Im Auftrag von TeamViewer und dem Handelsblatt Research Institute hat das Marktforschungsinstitut YouGov im Zeitraum vom 12. bis 22. April 2021 insgesamt 5.278 Arbeitnehmer*innen sowie 3.654 Unternehmensentscheider*innen online zu den Themen Zukunftstechnologien, Zusammenarbeit von Mensch und Technik, Remote Work / Homeoffice sowie Qualifikationsanforderungen und Weiterbildung befragt. Die Umfrage wurde in zehn europäischen Ländern durchgeführt: Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Schweden, Spanien, Vereinigtes Königreich.

Über TeamViewer

Als globales Technologieunternehmen und führender Anbieter einer Konnektivitätsplattform ermöglicht es TeamViewer, aus der Ferne auf Geräte aller Art zuzugreifen, sie zu steuern, zu verwalten, zu überwachen und zu reparieren – von Laptops und Mobiltelefonen bis zu Industriemaschinen und Robotern. Ergänzend zur hohen Zahl an Privatnutzern, für die die Software kostenlos angeboten wird, hat TeamViewer mehr als 600.000 zahlende Kunden und unterstützt Unternehmen jeglicher Größe und aus allen Branchen dabei, geschäftskritische Prozesse durch die nahtlose Vernetzung von Geräten zu digitalisieren. Vor dem Hintergrund globaler Megatrends wie der rapiden Verbreitung von internetfähigen Endgeräten, der zunehmenden Prozessautomatisierung und neuer, ortsunabhängiger Arbeits-formen hat sich TeamViewer zum Ziel gesetzt, den digitalen Wandel proaktiv mitzugestalten und neue Technologien wie Augmented Reality, künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge kontinuierlich für Produktinnovationen zu nutzen. Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2005 wurde die Software von TeamViewer global auf mehr als 2,5 Milliarden Geräten installiert. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Göppingen, Deutschland, und beschäftigt weltweit rund 1.500 Mitarbeiter. Im Jahr 2020 verzeichnete TeamViewer fakturierte Umsätze (Billings) in Rekordhöhe von rund 460 Millionen Euro. Die TeamViewer AG (TMV) ist als MDAX-Unternehmen an der Frankfurter Börse notiert. Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie unter www.teamviewer.com.

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