GÖPPINGEN, 22. Juli 2026 — Weltweit ist KI im Arbeitsalltag der Beschäftigten angekommen. Um das Potenzial weiter ausschöpfen zu können, müssen Unternehmen jedoch zunächst mehr Vertrauen in die Technologie schaffen, wie eine neue weltweite Studie von TeamViewer belegt. 68 % der Befragten in Deutschland nutzen KI demnach jeden Tag, aber 67 % wollen die Kontrolle behalten, sobald KI eigenständiger handelt. Zugleich erwarten IT-Entscheider in deutschen Unternehmen, dass bis 2030 gut 30 % der IT-Services für digitale Arbeitsplätze autonom ablaufen.
Die weltweit durchgeführte Studie „Path to the Autonomous Workplace“ untersucht den Wandel von KI-Assistenten hin zu autonomen Systemen. Bei KI-Assistenz geben Menschen konkrete Anweisungen und prüfen die Ergebnisse anschließend. Autonome KI-Systeme und -Agenten können dagegen selbstständig handeln und benötigen dafür immer weniger menschliche Anweisungen oder Eingriffe.
Zu den zentralen Ergebnissen der Studie zählen:
- KI wird täglich genutzt. 68 % der Befragten in Deutschland nutzen KI mindestens einmal täglich. Nur 5 % berichten von keinen spürbaren Vorteilen für die Arbeit. Knapp die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer bewerten ihre Erfahrungen mit KI positiv (49 %). Sie sind damit deutlich kritischer als im weltweiten Durchschnitt (64 % positive Erfahrung mit KI).
- Autonome KI gewinnt an Dynamik, vor allem in der IT. 19 % der IT-Entscheider in Deutschland sagen, dass ihre IT-Abteilungen bereits mindestens teilweise autonom arbeiten. Alle befragten IT-Entscheider in Deutschland würden mindestens eine Aufgabe an einen autonomen KI-Agenten delegieren.
- Das Vertrauen sinkt, wenn KI mehr Handlungsspielraum gewinnt. Zwei Drittel der Befragten in Deutschland wollen nicht, dass KI eigenständig handelt. 30 % sind bereit, KI stellvertretend für sie autonomer handeln zu lassen. Von dieser Gruppe fühlt sich die große Mehrheit (80 %) damit nur dann wohl, wenn KI sehr klar definierte Aufgaben übernimmt. Nur ein kleiner Teil der Befragten (6 %) äußern keine Bedenken, wenn KI ohne menschliche Kontrolle agiert.
- Beschäftigte lehnen nicht Autonomie ab, sondern fehlende Transparenz. 31 % der Befragten in Deutschland möchten, dass KI Probleme frühzeitig erkennt und behebt, sie dabei aber informiert hält. 65 % würden autonome Aktionen durch KI akzeptieren, solange sie bei Bedarf eingreifen können.
- Leitplanken entscheiden über Vertrauen. Befragte in Deutschland würden autonomes Handeln von KI eher akzeptieren, wenn starke Sicherheits- und Datenschutzvorkehrungen gelten (35 %), sie vor größeren Änderungen benachrichtigt werden (29 %), der Zugriff der KI klar begrenzt ist (36 %), Aktivitätsprotokolle sichtbar sind (28 %) und Änderungen rückgängig gemacht werden können (25 %).
- Beschäftigte erwarten, dass KI ihre Rolle verändert, aber nicht ersetzt. Für das Jahr 2030 erwarten 32 % der Befragten in Deutschland, dass KI sie weiter unterstützt, sie den Großteil ihrer Aufgaben aber weiter selbst erledigen. 26 % erwarten, mehr Aufgaben an KI zu delegieren und sich stärker auf anspruchsvollere Aufgaben zu konzentrieren. Nur 1 % geht davon aus, dass die eigene Rolle durch KI wegfällt.
Die Ergebnisse zeigen eine Vertrauenslücke bei der Nutzung von KI („AI Confidence Gap“). Beschäftigte nutzen KI immer selbstverständlicher als Unterstützung, sind aber zurückhaltend, sobald autonome Systeme mehr Zugriff, Handlungsspielraum und Verantwortung erhalten sollen. Das fehlende Vertrauen führt bereits zu einem messbaren Aufwand: Mehr als die Hälfte der Befragten in Deutschland (54 %) prüft KI-Ergebnisse häufig oder immer, bevor sie diese verwendet. Im Durchschnitt verbringen sie 1,6 Stunden pro Woche damit, KI-generierte Arbeit zu kontrollieren. 48 % geben an, dass sie nicht immer wissen, wann sie KI vertrauen können und wann sie Ergebnisse überprüfen müssen.
„KI hat den Arbeitsalltag bereits maßgeblich verändert, in der nächsten Phase geht es nun um Vertrauen“, sagt Oliver Steil, CEO von TeamViewer. „Der Weg zum Erfolg liegt nicht darin, der KI unbegrenzte Autonomie zu geben. Die Systeme brauchen stattdessen klar definierte Leitplanken, in denen sie sicher, transparent und nachvollziehbar arbeiten können. KI bietet große Chancen, um IT-Störungen zu vermeiden, die Nutzererfahrung zu verbessern und Beschäftigte für anspruchsvollere Aufgaben zu entlasten. Die nächste Produktivitätsstufe erreichen Unternehmen mit vertrauenswürdiger Autonomie.“
Die IT dürfte zu den ersten Bereichen gehören, in denen autonome Systeme vermehrt zum Einsatz kommen. IT-Probleme treten häufig wiederholt auf und folgen erkennbaren Mustern. Dadurch lassen sie sich früh identifizieren und innerhalb klarer Leitplanken lösen. Die in der Studie befragten IT-Entscheider in Deutschland bestätigen die Eignung der IT für den Einsatz autonomer Systeme: Alle würden mindestens eine IT-Aufgabe an KI delegieren, am häufigsten System-Updates (53 %), typische Geräteprobleme (47 %) und Anpassungen der Geräteleistung (42 %). Diese Bereitschaft zeigt, dass viele IT-Entscheider in Deutschland der KI bereits konkrete operative Aufgaben zutrauen. Der nächste Schritt besteht darin, solche Aufgaben mit definierten Grenzen zunehmend autonom ausführen zu lassen.
„Software war lange darauf ausgelegt, auf konkrete Anweisungen von Menschen zu reagieren“, sagt Mei Dent, Chief Product and Technology Officer von TeamViewer. „Autonome Systeme verändern dieses Modell grundlegend. Der nächste Schritt sind Systeme, die erkennen, wann sie handeln, wann sie abwarten und wann sie Menschen in eine Entscheidung einbeziehen müssen. Dafür brauchen sie klare Leitplanken, vorab freigegebene Aktionen, risikobasierte Kontrolle und volle Transparenz darüber, was das System getan hat und warum. Unternehmen sollten zunächst an konkreten Anwendungsfällen zeigen, dass Autonomie funktioniert, und diese danach schrittweise ausbauen.“
Über die Studie
Die Studie wurde von Sapio Research im April und Mai 2026 im Auftrag von TeamViewer durchgeführt. Befragt wurden 4.200 Personen in neun Märkten: USA, Großbritannien, Australien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Singapur und Brasilien. Die Teilnehmenden setzten sich zu gleichen Teilen aus Führungskräften und Mitarbeitenden aus verschiedenen Branchen und Unternehmensgrößen zusammen. Der vollständige Bericht ist hier abrufbar: https://www.teamviewer.com/en/resources/reports/autonomous-digital-workplace/.
Über TeamViewer
TeamViewer (XETRA: TMV) beseitigt IT-Probleme, bevor sie die Produktivität beeinträchtigen. In einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz die Zahl der Endgeräte, Anwendungen und digitalen Agenten rasant wachsen lässt, sorgt TeamViewer für reibungslose Abläufe: Die Plattform erkennt in Echtzeit, wenn etwas nicht rund läuft, behebt viele Probleme eigenständig und holt die Expertise von IT-Teams ein, wenn menschliches Urteilsvermögen gefragt ist. TeamViewer ONE vereint Endpoint Management, Digital Employee Experience (DEX) sowie agentenbasierten Remote-Zugriff und IT-Support und treibt so den Wandel hin zum Autonomous Endpoint Management (AEM) voran. Die Plattform baut auf einem einzigartigen Datenschatz auf: Millionen von Problemlösungen erfahrener IT-Experten, die mit KI erfasst und ausgewertet wurden. Auf dieser Grundlage kann sie Probleme selbstständig beheben – und lernt mit jedem gelösten Fall weiter dazu. Mehr als 600.000 Kunden, von mittelständischen Unternehmen bis zu den größten Konzernen der Welt, verlassen sich darauf, dass dank TeamViewer ihre digitalen und physischen Abläufe reibungslos funktionieren. Mehr unter www.teamviewer.com.
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