07.10.2026

Mittleres Management will bei sicherheitskritischen KI-Entscheidungen nicht auf den Menschen verzichten

Mittleres Management will bei sicherheitskritischen KI-Entscheidungen nicht auf den Menschen verzichten.

GÖPPINGEN, 7. Oktober 2026 – Wenn KI IT-Probleme eigenständig lösen soll, legt das mittlere Management besonders großen Wert auf menschliche Kontrolle – vor allem, wenn Sicherheit oder Datenschutz betroffen sein könnten. 46 Prozent der Befragten auf dieser Ebene sehen das so, fast doppelt so viele wie in der obersten Führungsebene (24 Prozent). Das zeigt eine Studie von TeamViewer, einem führenden Anbieter von Lösungen für den digitalen Arbeitsplatz. Die Ergebnisse legen eine Diskrepanz innerhalb von Unternehmen offen: Beschäftigte, die unmittelbar mit KI-gestützten Prozessen arbeiten, wünschen sich mehr Kontrolle als Führungskräfte, die die Strategie vorgeben.

Sicherheitsbedenken bremsen die Bereitschaft, Kontrolle abzugeben

Je autonomer ein System handelt, desto vorsichtiger werden die Befragten. Fast ein Drittel (30 Prozent) zählt Sicherheitsrisiken oder unbefugten Zugriff zu den größten Bedenken, wenn KI ohne menschliche Kontrolle agiert. Im mittleren und oberen Management teilen jeweils 33 Prozent diese Sorge, in der obersten Führungsebene sind es 23 Prozent. Klare Zugriffsgrenzen für KI könnten das Vertrauen stärken. Mehr als vier von zehn Führungskräften im oberen Management (42 Prozent) würden sich wohler damit fühlen, KI-Probleme am Arbeitsplatz eigenständig beheben zu lassen, wenn solche Grenzen festgelegt sind. Im mittleren Management gilt das für 37 Prozent, in der obersten Führungsebene für 32 Prozent.

„Sicherheit darf nicht erst dann eine Rolle spielen, wenn autonome Systeme bereits im Einsatz sind. Je mehr Handlungsspielraum ein KI-System hat, desto wichtiger sind transparente Prozesse und klare Grenzen dafür, wann eine menschliche Freigabe erforderlich ist“, sagt Jan Bee, CISO bei TeamViewer. „Nach diesem Grundsatz haben wir auch unsere eigenen KI-Funktionen gestaltet: Aktionen werden protokolliert, Kunden behalten den Überblick und Änderungen am System müssen freigegeben werden. So behalten Menschen die Kontrolle. Die oberste Führungsebene sollte zudem nicht davon ausgehen, dass ihre eigene Offenheit gegenüber autonomen Systemen im gesamten Unternehmen geteilt wird.“

Auch zwischen den Branchen zeigen sich deutliche Unterschiede. In der Energie- und Versorgungswirtschaft sowie der Öl- und Gasbranche wollen 49 Prozent nicht vollständig auf menschliche Kontrolle verzichten. Ein Mensch soll eingebunden bleiben, wenn KI sicherheitskritische IT-Probleme löst oder Daten und den Geschäftsbetrieb gefährden könnte. In Marketing, Medien und Kommunikation sind es 28 Prozent.

Transparenz und Zugriffskontrollen stärken das Vertrauen


Die Studienergebnisse bestätigen das: Fast vier von zehn Beschäftigten (39 Prozent) würden KI eher eigenständig Probleme lösen lassen, wenn starke Sicherheits- und Datenschutzvorkehrungen bestehen. Im oberen Management liegt der Anteil bei 46 Prozent, im mittleren Management bei 43 Prozent und in der obersten Führungsebene bei 34 Prozent.

Die Befragten nennen außerdem konkrete Leitplanken, die ihr Vertrauen stärken würden. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) fordert klare Grenzen für den Zugriff von KI, bevor sie eigenständig handeln darf. 73 Prozent vertrauen KI eher, wenn sie nachvollziehbar macht, was sie tut und warum. 70 Prozent sind außerdem damit einverstanden, dass KI selbstständig Maßnahmen ergreift – solange sie bei Bedarf eingreifen können.

Gleichzeitig wissen 51 Prozent der Beschäftigten nicht immer, wann sie KI vertrauen können und wann sie deren Ergebnisse überprüfen sollten. Unternehmen brauchen deshalb klare Regeln: wann KI autonom handeln darf, wann zusätzliche Kontrolle erforderlich ist und wann die abschließende Entscheidung beim Menschen liegen muss.

Verantwortlichkeiten bleiben unklar

Nur 49 Prozent halten die Verantwortlichkeiten für klar geregelt, wenn autonome Systeme Fehler machen. Zugleich gibt es kaum Einigkeit darüber, wer die Verantwortung tragen sollte: 26 Prozent sehen sie bei der IT, 25 Prozent bei sich selbst. 17 Prozent sind der Ansicht, niemand sollte verantwortlich sein, da es sich um ein System handelt. Die Antworten zeigen, dass es unter Beschäftigten kein gemeinsames Verständnis davon gibt, wer für die Folgen von KI-Entscheidungen einsteht. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen Verantwortlichkeiten eindeutig festlegen.

Über die Studie

Die Studie wurde im April und Mai 2026 von Sapio Research im Auftrag von TeamViewer durchgeführt. Befragt wurden 4.200 Personen in neun Märkten: USA, Großbritannien, Australien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Singapur und Brasilien. Die Stichprobe umfasste zu gleichen Teilen Führungskräfte und Beschäftigte aus verschiedenen Branchen und Unternehmensgrößen. Der vollständige Bericht ist hier verfügbar: https://www.teamviewer.com/en/resources/reports/autonomous-digital-workplace/  

Über TeamViewer

TeamViewer (XETRA: TMV) beseitigt IT-Probleme, bevor sie die Produktivität beeinträchtigen. In einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz die Zahl der Endgeräte, Anwendungen und digitalen Agenten rasant wachsen lässt, sorgt TeamViewer für reibungslose Abläufe: Die Plattform erkennt in Echtzeit, wenn etwas nicht rund läuft, behebt viele Probleme eigenständig und holt die Expertise von IT-Teams ein, wenn menschliches Urteilsvermögen gefragt ist. TeamViewer ONE vereint Endpoint Management, Digital Employee Experience (DEX) sowie agentenbasierten Remote-Zugriff und IT-Support und treibt so den Wandel hin zum Autonomous Endpoint Management (AEM) voran. Die Plattform baut auf einem einzigartigen Datenschatz auf: Millionen von Problemlösungen erfahrener IT-Experten, die mit KI erfasst und ausgewertet wurden. Auf dieser Grundlage kann sie Probleme selbstständig beheben – und lernt mit jedem gelösten Fall weiter dazu. Mehr als 600.000 Kunden, von mittelständischen Unternehmen bis zu den größten Konzernen der Welt, verlassen sich darauf, dass dank TeamViewer ihre digitalen und physischen Abläufe reibungslos funktionieren. Mehr unter www.teamviewer.com.

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