Die Arbeitswelt ist heute digitaler denn je. Ob Gesundheitswesen, Finanzbranche oder Industrie – Technologie verändert die Art und Weise, wie wir arbeiten.
Doch mit den Chancen wächst auch das Risiko: Cyberkriminelle nutzen jede Schwachstelle, um auf sensible Daten zuzugreifen.
Und wenn Unternehmen neue Technologien immer schneller einführen und immer flexiblere Arbeitsmodelle umsetzen, bieten sie eine immer größere Angriffsfläche für Cyberattacken.
Klassische Sicherheitslösungen wurden nicht für die Anforderungen moderner, vernetzter Arbeitsplätze entwickelt und stoßen daher an ihre Grenzen. Um Cyberrisiken wirksam zu minimieren, müssen Unternehmen ihre Sicherheitsstrategien neu denken und an die heutigen Herausforderungen anpassen.
Der Zero-Trust-Ansatz zählt zu den besten Methoden, um Systeme abzusichern. Dabei werden alle User und Geräte überprüft, unabhängig davon, ob sie sich innerhalb oder außerhalb des Netzwerks befinden.
In diesem Artikel
- Warum klassische Sicherheitsmodelle nicht mehr ausreichen
- Die Alternative: Das Zero-Trust-Prinzip
- Warum Zero Trust für den digitalen Arbeitsplatz unverzichtbar ist
- TeamViewer Tensor: Remote-Zugriff nach dem Zero-Trust-Ansatz
- So setzt TeamViewer Tensor Zero Trust in der Praxis um
- Zusammenfassung
Warum klassische Sicherheitsmodelle nicht mehr ausreichen
Herkömmliche Sicherheitskonzepte beruhen auf der Annahme, dass alle Geräte und User innerhalb des Unternehmensnetzwerks grundsätzlich vertrauenswürdig sind.
Dieses Modell wird oft als „Burg-und-Burggraben“-Ansatz bezeichnet. Es schützt die „Burg“ (das Netzwerk) mit einem „Graben“ aus Firewalls, VPNs und Authentifizierungsmaßnahmen.
Heutzutage befinden sich Mitarbeitende, Geräte und Daten jedoch zunehmend außerhalb des Unternehmensnetzwerks. Der klassische Ansatz ist deshalb nicht mehr ausreichend.
Die Alternative: Das Zero-Trust-Prinzip
Zero Trust stellt das klassische Sicherheitsmodell auf den Kopf. Dieser Ansatz geht davon aus, dass die Sicherheit jederzeit bedroht ist und kein User oder Gerät automatisch vertrauenswürdig ist, selbst innerhalb des eigenen Netzwerks.
Ahmed Elattar, Senior Technical Product Marketing Manager bei TeamViewer, fasst es so zusammen: „Vertrauen muss man sich verdienen. Nur wenn eindeutig feststeht, dass ein Gerät oder ein User dazu berechtigt ist, wird Zugriff gewährt.“
Alle User verfügen dabei anfangs über minimale Rechte und erhalten nur Zugriff auf die Daten, Anwendungen und Systeme, die für ihre Arbeit unbedingt erforderlich sind.
Auf diese Weise reduziert sich die Angriffsfläche erheblich. Selbst bei einer Sicherheitsverletzung erhält der Angreifende nur begrenzt Zugriff auf sensible Daten.
Der Zugriff wird nicht nur eingeschränkt, sondern dauerhaft überwacht und überprüft. User und Geräte authentifizieren sich fortlaufend, abhängig von Standort, Gerätetyp, Zeit und Verhaltensmustern.
Kurz gesagt bedeutet Zero Trust: Immer prüfen und niemals blind vertrauen. So minimieren Unternehmen Risiken und bleiben geschützt.
Warum Zero Trust für den digitalen Arbeitsplatz unverzichtbar ist
Mehr Endpunkte, mehr Risiko
Je größer das Unternehmen, desto mehr Geräte und Anwendungen sind im Einsatz. Das bietet Cyberkriminellen mehr Angriffsfläche.
„Jeder neue Laptop, jedes Smartphone, jeder Server und jede App ist ein potenzielles Eintrittstor“, meint Elattar.
Diese wachsende Angriffsfläche in Kombination mit immer ausgefeilteren, KI-gestützten Angriffen, erhöht das Risiko für Cyberattacken erheblich. Laut Check Point stieg ihre Zahl im Jahr 2025 weltweit um 44 %.
Da Angriffe immer häufiger werden, ist es von entscheidender Bedeutung, ihre Auswirkungen zu minimieren. Zero Trust unterstützt Unternehmen dabei, indem strenge Zugriffsregeln angewendet werden und das Netzwerk in sichere Zonen unterteilt wird.
Kontinuierliche Prüfungen helfen IT-Teams, verdächtige Aktivitäten früh zu erkennen und sofort zu reagieren.
Grenzenlose Netzwerke
Arbeit findet heute überall statt. User, Geräte und Daten bewegen sich längst nicht mehr nur im Unternehmensnetzwerk. Der klassische „Burg-und-Burggraben“-Ansatz greift nicht mehr, weil er diese Welt nicht mehr abbildet.
Mitarbeitende melden sich immer öfter über öffentliches WLAN an, oft auf privaten Geräten, die nicht vom IT-Team verwaltet werden. Ahmed Elattar bringt es so auf den Punkt: „Man weiß nicht, welche Apps die User auf ihren privaten Geräten verwenden oder ob im Hintergrund Malware läuft.“
Genau davon profitieren Cyberkriminelle: 2024 waren mehr als 70 % der infizierten Geräte privat genutzte. Angreifende nahmen also gezielt BYOD-Umgebungen ins Visier, um in Unternehmensnetzwerke einzudringen.
Zero Trust sorgt dafür, dass nur verifizierte User auf autorisierten Geräten Zugriff auf Unternehmenssysteme erhalten.
Interne Bedrohungen
Herkömmliche Sicherheitsmodelle gehen davon aus, dass Mitarbeitende oder interne User immer vertrauenswürdig handeln.
Doch aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, wie gefährlich diese Annahme ist.
Laut IBM vermeldeten 83 % der Unternehmen im Jahr 2024 Insider-Angriffe – fünfmal so viele wie im Vorjahr.
Dank dem Zero-Trust-Prinzip müssen Sie niemandem mehr blind vertrauen. Jeder Zugriffsversuch innerhalb des Netzwerks wird überprüft.
TeamViewer Tensor: Remote-Zugriff nach dem Zero-Trust-Ansatz
In modernen Unternehmen sind Remote-Verbindungen zwischen Büros und Geräten an unterschiedlichen Standorten und Zeitzonen längst Alltag. Um diese Verbindungen abzusichern, benötigen Sie eine Lösung für Remote-Zugriff, die das Zero-Trust-Modell von Anfang an implementiert.
Die Zero-Trust-Features von TeamViewer Tensor ähneln den Gegebenheiten in einem sicheren Firmengebäude: Jeder Zugriff wird streng kontrolliert.
So setzt TeamViewer Tensor Zero Trust in der Praxis um
Kontrollierter Zugang
Sicherer Zugriff beginnt mit verifizierten Usern. TeamViewer Tensor lässt sich nahtlos mit Single-Sign-On-Anbietern (SSO) über SAML 2.0 und SCIM integrieren.
Das bedeutet: Mitarbeitende melden sich mit denselben Anmeldedaten an, die sie bereits für andere Unternehmens-Tools nutzen.
„Wenn sich User mit ihrer bestehenden Unternehmens-ID und ihrem Passwort anmelden können, sind weniger Anmeldedaten erforderlich und die Angriffsfläche für Hacker wird kleiner“, erklärt Ahmed Elattar.
Single Sign-on bietet auch Vorteile für IT-Teams. Sie können Richtlinien zentral verwalten, Updates im gesamten Unternehmen ausrollen und Zugriffsmöglichkeiten schnell sperren.
Strenge Zugriffskontrollen
Nach der Anmeldung übernimmt das Conditional-Access-Feature die Kontrolle. Damit können Sie präzise festlegen, wer wann und von wo auf welche Geräte, Daten, Systeme und Anwendungen zugreifen darf.
Alle Verbindungen bleiben blockiert, bis sie genehmigt wurden. „Wenn Sie Conditional Access zum ersten Mal einrichten, blockiert es zunächst alles“, erklärt Ahmed Elattar. „Danach können Sie Zugriffe nach Ihren eigenen Regeln gewähren.“
Diese Regeln können bis ins Detail spezifiziert werden, beispielsweise nach Gerätetyp, User-ID, geografischem Standort oder Session-Dauer.
Auch externe Partner können mithilfe von Conditional Access sicher eingebunden werden. „Wenn Auftragnehmende Remote-Zugriff benötigen, möchten Sie nicht, dass diese unbegrenzt im System bleiben“, fügt Ahmed Elattar hinzu. „Der Zugriff endet, sobald der Vertrag endet.“
Dank Conditional Access hat Ihre IT-Abteilung an einem Ort jederzeit einen Überblick darüber, wer mit TeamViewer mit welchen Berechtigungen auf Unternehmensressourcen zugreifen kann.
Transparenz und Verantwortlichkeit
Zero Trust bedeutet auch Rückverfolgbarkeit. TeamViewer Tensor protokolliert jede Remote-Session im Detail: Wer eine Verbindung startet, wie lange eine Session dauert, welche Aktionen durchgeführt wurden, welche Änderungen erfolgten und welche Dateien übertragen wurden.
Um Compliance-Richtlinien zu erfüllen und Audits zu vereinfachen, kann TeamViewer Tensor Remote-Sessions sicher in der Cloud speichern. Das sorgt für vollständige Transparenz und präzise Dokumentation aller Sessions.
Zusätzlich liefern KI-gestützte Session Insights automatische Zusammenfassungen aller Aktionen, die während einer Support-Session unternommen werden.
„Wir liefern eine lückenlose Dokumentationskette“, erläutert Ahmed Elattar. „Wir erfassen nicht nur, wer sich mit welchem Gerät verbindet, sondern auch, was genau der User unternimmt. Mit Tensor hat der Support einen Nachweis über die erbrachte Dienstleistung. Probleme lassen sich so schneller lösen und die Einhaltung von Compliance-Richtlinien lässt sich leichter bestätigen.“
Von IT zu OT
Moderne digitale Arbeitsplätze sind hochgradig vernetzt und die Grenzen zwischen IT und OT (Operational Technology) verschwimmen.
Die Herausforderung besteht darin, dass viele OT-Systeme noch auf veralteten Geräten laufen.Dadurch entstehen erhebliche Sicherheitslücken.
„Maschinen und Industrieanlagen nutzen oft Software, die lange nicht mehr aktualisiert wurde“ so Ahmed Elattar. „Wenn alte und neue Technologien zusammenkommen, steigen die Risiken rapide.“
TeamViewer Tensor begegnet dieser Herausforderung mit sicherem Remote-Zugriff auf OT-Anlagen – und strenger Kontrolle darüber, wer sich wann und wie verbinden darf.
Zusammenfassung
Cyberangriffe werden immer raffinierter und die Angriffsfläche wird immer größer: Es gibt mehr Endpunkte, grenzenlose Netzwerke und zunehmende Bedrohungen durch Insider, wodurch klassische Sicherheitsmodelle an ihre Grenzen stoßen.
Das Zero-Trust-Modell geht davon aus, dass Sicherheitsverletzungen jederzeit möglich sind. Deshalb müssen alle User und alle Geräte bei jeder Verbindung überprüft werden. Dieser Ansatz ist optimal geeignet, um die komplexen Herausforderungen moderner digitaler Arbeitsplätze zu meistern.
TeamViewer Tensor bringt Zero Trust in die Praxis – mit einer branchenführenden Lösung für sicheren Remote-Zugriff. Sie kombiniert Single Sign-On, Conditional Access, AES-256-Verschlüsselung und volle Überprüfbarkeit.
Von IT bis OT behalten Unternehmen die vollständige Kontrolle über alle Verbindungen.
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