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04.11.2026

Fertigungsindustrie ist Vorreiter bei Automatisierung, brauchen aber klarere Belege für den Nutzen von KI

Eine TeamViewer-Studie zeigt: IT-Entscheiderinnen und Entscheider in der Fertigungsindustrie nennen Unsicherheit über den Nutzen von KI doppelt so häufig als Hürde für den Einsatz wie ihre Kollegen in der Technologiebranche (32 Prozent gegenüber 16 Prozent).

GÖPPINGEN, 4. November 2026 – 68 Prozent der IT-Entscheiderinnen und Entscheider in der Fertigungsindustrie setzt bei der Lösung technischer Probleme bereits auf proaktive oder teilautonome Ansätze. Gleichzeitig nennen sie Unsicherheit über den Nutzen von KI doppelt so häufig ein Hindernis wie für ihre Vergleichsgruppe in der Technologiebranche. Das zeigt eine Studie von TeamViewer, einem führenden Unternehmen für Digital-Workplace-Lösungen.

So geben 43 Prozent der Befragten aus der Fertigungsindustrie an, dass ihr Unternehmen Probleme schon heute proaktiv löst. Bei weiteren 25 Prozent arbeitet die KI teilautonom: Sie erkennt und verhindert Probleme, während Menschen die Kontrolle behalten. Beide Werte liegen über denen der Technologiebranche (35 Prozent proaktiv, 21 Prozent teilautonom) und über dem branchenübergreifenden Durchschnitt von 41 bzw. 17 Prozent.

Die Erwartungen an IT-Geräte und -Systeme in der Industrie sind klar: 28 Prozent wünschen sich, dass diese mithilfe von KI Probleme frühzeitig erkennen und die Nutzenden darüber informieren. Branchenübergreifend sind es 25 Prozent. Nur 19 Prozent möchten Probleme lieber selbst melden und dann auf eine Lösung warten. Das liegt deutlich unter dem Durchschnitt von 25 Prozent.

Trotzdem zweifeln 32 Prozent der IT-Entscheiderinnen und Entscheider in der Fertigung am Nutzen von KI für das Geschäft. Das bremst die Einführung. In der Technologiebranche sind es 16 Prozent, im Durchschnitt aller Branchen 21 Prozent. Weitere wichtige Hürden sind Sicherheit, Datenschutz und verbundene Risiken (47 Prozent) sowie fehlendes Wissen oder Schulungen (34 Prozent).

„Bei KI in der Fertigungsindustrie denken einige sofort an komplett autonome Fabriken. Tatsächlich arbeiten viele Unternehmen jedoch mit über Jahre gewachsenen Systemen, die sich nicht einfach ersetzen lassen. Umso wichtiger ist es, KI dort einzusetzen, wo sie im Alltag direkt unterstützt – etwa indem sie Probleme frühzeitig erkennt und Störungen verhindert. Weil diese Arbeit oft unbemerkt im Hintergrund stattfinden, wird ihr Nutzen leicht unterschätzt. Unternehmen sollten deshalb mit konkreten Beispielen zeigen, welchen messbaren Mehrwert viele solcher kleinen Verbesserungen in der Summe schaffen“, sagt Mei Dent, Chief Product and Technology Officer bei TeamViewer.

Auch die persönliche Produktivität ist Teil des Bildes:  44 Prozent der Befragten in der Fertigungsindustrie sagen, dass sie mit KI produktiver arbeiten. Branchenübergreifend sind es 39 Prozent. Wer in der Fertigungsindustrie KI-Ergebnisse überprüft, wendet dafür im Schnitt 1,6 Stunden pro Woche auf, verglichen mit 1,9 Stunden branchenübergreifend und 2,7 Stunden in der Technologiebranche.  Mit Blick auf 2030 erwarten 35 Prozent der Befragten aus der Fertigungsindustrie, mehr Aufgaben an KI abzugeben und sich auf wichtigere Tätigkeiten zu konzentrieren. Im Durchschnitt aller Branchen sind es 28 Prozent. Der Nutzen von KI ist also sichtbar, lässt sich für das gesamte Unternehmen aber noch schwer messen.

Im Alltag nutzen die Befragten in der Fertigung KI mit durchschnittlich 3,08 Prompts pro Tag. Branchenübergreifend sind es 3,28, in der Technologiebranche 4,72. Nur 23 Prozent der Befragten in der Fertigung finden es wichtig, dass ein Mensch jede Aktion der KI vorher prüft. Im Durchschnitt aller Branchen sind es 31 Prozent. Wenn Sicherheit, Daten oder Geschäftsabläufe betroffen sind, wünschen sich dagegen 46 Prozent in der Fertigung eine menschliche Kontrolle. Im Durchschnitt aller Branchen sind es 40 Prozent.

Die Studie zeigt: Menschen akzeptieren KI eher, wenn sie ihnen die Arbeit erleichtert. Zum Beispiel, indem sie Systeme überwacht, Probleme erkennt oder manuelle Tätigkeiten wie Transkriptionen übernimmt. Weniger Akzeptanz gibt es, wenn KI allein entscheidet oder ohne Kontrolle mit sensiblen Daten arbeitet. Besonders vorsichtig sind Beschäftigte, die vor Ort oder hybrid arbeiten. Beschäftigte im Homeoffice stehen autonomer KI offener gegenüber.

Über die Studie

Die Studie wurde im April und Mai 2026 von Sapio Research im Auftrag von TeamViewer durchgeführt. Befragt wurden 4.200 Personen in neun Märkten: USA, Großbritannien, Australien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Singapur und Brasilien. Die Stichprobe umfasste zu gleichen Teilen Führungskräfte und Beschäftigte aus verschiedenen Branchen und Unternehmensgrößen. Der vollständige Bericht ist hier verfügbar: https://www.teamviewer.com/en/resources/reports/autonomous-digital-workplace/ 

Über TeamViewer

TeamViewer (XETRA: TMV) beseitigt IT-Probleme, bevor sie die Produktivität beeinträchtigen. In einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz die Zahl der Endgeräte, Anwendungen und digitalen Agenten rasant wachsen lässt, sorgt TeamViewer für reibungslose Abläufe: Die Plattform erkennt in Echtzeit, wenn etwas nicht rund läuft, behebt viele Probleme eigenständig und holt die Expertise von IT-Teams ein, wenn menschliches Urteilsvermögen gefragt ist. TeamViewer ONE vereint Endpoint Management, Digital Employee Experience (DEX) sowie agentenbasierten Remote-Zugriff und IT-Support und treibt so den Wandel hin zum Autonomous Endpoint Management (AEM) voran. Die Plattform baut auf einem einzigartigen Datenschatz auf: Millionen von Problemlösungen erfahrener IT-Experten, die mit KI erfasst und ausgewertet wurden. Auf dieser Grundlage kann sie Probleme selbstständig beheben – und lernt mit jedem gelösten Fall weiter dazu. Mehr als 600.000 Kunden, von mittelständischen Unternehmen bis zu den größten Konzernen der Welt, verlassen sich darauf, dass dank TeamViewer ihre digitalen und physischen Abläufe reibungslos funktionieren. Mehr unter www.teamviewer.com.

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