22.04.2026

Work in Progress: 10 Erkenntnisse aus unserem Gespräch mit Alexander Wallner von Salesforce

Kurz & kompakt, Award

In der aktuellen Episode unseres LinkedIn Live Formats „Work in Progress” spricht TeamViewer-CEO Oliver Steil mit Salesforce-Deutschlandchef und CEO Zentraleuropa Alexander Wallner darüber, wie Unternehmen mit KI echte Produktivitätsgewinne erzielen – jenseits des Hypes.

Obwohl Unternehmen in den vergangenen Jahren massiv in KI-Tools investiert haben, wurde im Gespräch zwischen Wallner und Steil deutlich: Viele schöpfen das Potenzial dieser Investitionen noch nicht vollständig aus – insbesondere, wenn es um messbare Ergebnisse geht.

Zentrale Erkenntnisse aus dem Gespräch:

1. Mehr Tools, mehr Komplexität

Die Anzahl an Enterprise-Anwendungen wächst weiter – statt zu sinken. Kommt KI ohne die richtige Orchestrierung hinzu, erhöht das die Komplexität für Mitarbeitende zusätzlich.

2. Von Pilotprojekten zu echtem Mehrwert

Unternehmen verabschieden sich zunehmend von endlosen Pilotprojekten und setzen stattdessen auf kleinere Initiativen, die konkreten Nutzen zeigen, Dynamik erzeugen und sich im Unternehmen skalieren lassen.

3. Nicht nur Automatisierung – eine neue Art zu arbeiten

KI verbessert nicht nur bestehende Prozesse, sondern verändert grundlegend, wie Arbeit erledigt wird. Mitarbeitende können ihren Fokus auf komplexe, strategische und kreative Aufgaben legen, während KI repetitive Tätigkeiten übernimmt. 

4. Der Umgang mit Daten wird zum entscheidenden Faktor

Entscheidend ist weniger, wer KI-Funktionen und Agenten entwickelt, sondern wie Unternehmen Daten, Workflows und Systeme so orchestrieren, dass sie nahtlos zusammenspielen.

5. Unterschiedliche Herausforderungen für kleine und große Unternehmen

Kleinere Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die richtigen KI-Ansätze aus einer Vielzahl von Möglichkeiten zu wählen, während große Organisationen vor allem Skalierung und Integration bestehender Systeme meistern müssen.

6. Autonomie ist in vielen Bereichen bereits Realität

In Bereichen wie dem IT-Service kann KI heute bereits End-to-End-Prozesse übernehmen – von der Anfrage bis zur Lösung, sofern die richtigen Leitplanken gesetzt sind.

7. Menschliche Einbindung bleibt kontextabhängig wichtig

Besonders in kundenbezogenen Bereichen wie Service, Marketing und Vertrieb bleibt der Mensch im Prozess zentral. Gleichzeitig steigt die Akzeptanz für autonome Abläufe bei internen Prozessen, etwa im ITSM oder in der Mitarbeiterkommunikation.

8. Nicht die Technologie ist das Problem – sondern die Kultur

Viele KI-Initiativen scheitern nicht an der Technologie, sondern daran, dass Unternehmen versuchen, neue Ansätze auf alte Prozesse zu übertragen, statt ihre Abläufe grundlegend zu verändern.

9. Offene Plattformen und Ökosysteme sind entscheidend

Kunden erwarten Flexibilität. Starke Partnerschaften und offene Plattformen sind der Schlüssel, um die wachsende Komplexität KI-getriebener Umgebungen zu beherrschen.

10. Vertrauen, Daten und klare Verantwortlichkeiten sind unverzichtbar

Mit der zunehmenden Bedeutung von KI rücken Themen wie Datenhoheit, Governance und Kontrolle in den Fokus des Top-Managements – und werden zu einem zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie.