13.01.2025

Wie TeamViewer Managed Devices den Arbeitsalltag optimieren

Von einfachen Verbindungen bis zur vollständigen Kontrolle – das ändert sich bei der Implementierung von verwalteten Geräten.

Menschen vernetzen und supporten

Sie kennen wahrscheinlich die schnelle Lösung: Ein User meldet ein Problem, TeamViewer wird gestartet, die Geräte-ID und das Passwort werden erfasst und eine Sitzung wird gestartet. Das funktioniert. Aber es ist reaktiv, wiederholt sich ständig und ist schwer skalierbar, wenn Dutzende oder Hunderte Endpunkte verwaltet werden.

Managed Devices ändert das. Anstatt Geräte einzeln zu verfolgen, haben Sie die zentrale Kontrolle über alle Ihre Geräte. Diese Funktion ist bereits ohne zusätzliche Kosten in der TeamViewer-Lizenz enthalten und ermöglicht den Wechsel von spontaner Fehlerbehebung zu proaktiver, organisierter Verwaltung.

In diesem Artikel:

Das Problem beim Zugriff mit ID und Passwort

Die Verbindung per ID und Passwort ist sinnvoll bei einmaligen Sitzungen. Doch mit wachsender Anzahl an Geräten werden die Einschränkungen dessen schnell deutlich.

Es gibt keine Transparenz darüber, welche Geräte online, aktualisiert oder compliant sind. Die Zugriffsberechtigungen sind für alle gleich, sodass keine Unterscheidung zwischen einer Junior-IT-Fachkraft und einer Senior-Admin möglich ist. Wenn also jemand das Team verlässt oder ein Gerät neu zugewiesen werden muss, bleibt nur, Passwörter manuell zu ändern und Zugriffsrechte neu zu konfigurieren. Und wie bei allen passwortbasierten Lösungen gilt: Die Sicherstellung starker Passwörter und deren regelmäßige Aktualisierung erfordert viel manuelle Arbeit und Aufwand.

Letztlich wird mehr Zeit für die Verwaltung von Zugriffsrechten aufgewendet als für die eigentliche Problemlösung. Dadurch wird Support zwangsläufig reaktiv, da die passenden Tools für ein anderes Vorgehen fehlen.  

Funktionsweise verwalteter Geräte

Managed Devices ordnet Endpunkte Ihrem TeamViewer-Unternehmensprofil statt einzelnen User-Accounts zu. So wird die Zugehörigkeit zentral verwaltet und Admins können steuern, wer mit welchem Gerät eine Verbindung herstellt, Richtlinien durchsetzen und detaillierte Geräteinformationen über eine zentrale Oberfläche einsehen.

Die Verbindung eines verwalteten Geräts wird durch einen einzigartigen Satz digitaler Schlüssel gesichert, der deutlich mehr Sicherheit als ein Passwort bietet. Die Umstellung auf Verantwortung auf Unternehmensebene verändert die Organisation der Arbeit. Geräte lassen sich nach Standort, Team oder Funktion gruppieren, was die Delegation bei wachsenden Unternehmen erleichtert. Rollenbasierte Berechtigungen stellen sicher, dass jedes Teammitglied die passende Zugriffsebene erhält, sodass beispielsweise eine weniger erfahrene IT-Fachkraft nicht versehentlich dieselben Rechte wie jemand mit Verantwortung für kritische Infrastrukturen bekommt. Richtlinien werden automatisch auf Geräte oder Gruppen angewendet, sodass Sicherheitseinstellungen und Konfigurationen ohne manuellen Aufwand konsistent bleiben.

Einige der praktischen Änderungen wirken sofort. Wake-on-LAN ermöglicht die Verbindung zu schlafenden Geräten aus der Ferne, ohne dass jemand vor Ort sein muss. Virtuelle Monitore funktionieren auf Systemen ohne Bildschirm, sodass Hardwarebeschränkungen kein Hindernis mehr sind. Mit Massenaktionen lassen sich mehrere Geräte gleichzeitig aktualisieren oder konfigurieren, wodurch repetitive, zeitaufwändige Aufgaben entfallen.

Da die Geräte dem Unternehmen und nicht einzelnen Personen zugeordnet sind, bleibt der Zugriff auch dann stabil, wenn Teammitglieder ihre Rolle wechseln oder das Unternehmen verlassen. Ein aufwändiges Umverteilen von Zugangsdaten oder das erneute Konfigurieren von Berechtigungen entfällt.  

Sicherheit und Compliance mit Skalierbarkeit

Zentralisiertes Management bedeutet auch zentrale Verantwortlichkeit. Denn wenn Geräte auf Unternehmensebene verwaltet werden, ist eine prüfbereite Transparenz für jede Verbindung gewährleistet.

Berichte zeigen beispielsweise, wer wann auf welches Gerät zugegriffen und welche Aktionen durchgeführt hat. Dies ist nicht nur für die Fehlerbehebung hilfreich, sondern auch für Compliance-Prüfungen unerlässlich. Außerdem steht so ein klarer Nachweis zur Verfügung, wenn nachgewiesen werden muss, dass Zugriffskontrollen vorhanden und funktionsfähig sind.

Darüber hinaus können Admins steuern, welche Tools und Aktionen während Sitzungen verfügbar sind, sodass nicht allein auf Vertrauen gesetzt werden muss, um Fehler zu vermeiden. Berechtigungen lassen sich rollenbasiert einschränken, der Zugriff auf sensible Geräte begrenzen und Richtlinien durchsetzen, die das Risiko in der gesamten Umgebung reduzieren. Unbefugter Zugriff wird deutlich erschwert, wenn Berechtigungen zentral statt informell verwaltet werden.

Wenn nur qualifizierte Personen Zugriff auf kritische Systeme haben, lassen sich Ausfallzeiten reduzieren und Kettenreaktionen vermeiden, die aus einem kleinen Problem eine Situation machen, in der alle Teammitglieder gefordert sind.  

Proaktives Management statt reaktiver Support

Der Wechsel vom Zugriff auf einzelne Geräte hin zu zentralem Management verändert den Umgang mit der eigenen Auslastung. Statt Probleme erst bei Meldung zu bearbeiten, lässt sich frühzeitig erkennen, was Aufmerksamkeit benötigt, bevor es dringend wird.

Die Geräteübersicht zeigt, welche Endpunkte offline sind, Updates fehlen oder nicht der Richtlinie entsprechen. Diese Transparenz ermöglicht es, Fehlerbehebungen während Wartungsfenstern zu planen, statt erst im Störungsfall hektisch reagieren zu müssen.

Die zentrale Verwaltung Ihrer Geräte ermöglicht Massenaktionen. So lassen sich Updates bereitstellen, Konfigurationen anpassen oder Sicherheitspatches gleichzeitig auf mehreren Geräten anwenden. Dadurch werden wiederkehrende Aufgaben reduziert und das Risiko minimiert, ein Gerät zu übersehen. Werden Konfigurationen und Richtlinien automatisch gruppenübergreifend vererbt, ist Konsistenz die Regel und muss nicht mehr für jedes einzelne Gerät durchgesetzt werden.

Das spart nicht nur Zeit, sondern verändert auch die Art der Arbeit. Weniger Energie wird für repetitive Aufgaben und Notfallmaßnahmen aufgewendet, wodurch mehr Kapazitäten für strategische Projekte frei werden, die den Fortschritt vorantreiben.  

Starten leicht gemacht

Es ist nicht erforderlich, die bestehende Infrastruktur auszutauschen oder eine komplexe IT-Migration durchzuführen. Verwaltete Geräte sind bereits in Ihrer Lizenz enthalten, und Geräte können in wenigen Minuten über die TeamViewer-Oberfläche hinzugefügt werden.

Auf Wunsch begleitet Sie das Customer Support-Team durch den Prozess. Alternativ können weiterhin ID und Passwort für bestimmte Anwendungsfälle genutzt und Geräte schrittweise in den verwalteten Status überführt werden.  

Jetzt durchstarten

Weitere Infos zur Einrichtung verwalteter Geräte und dazu, wie diese in den eigenen Workflow integriert werden können.